Blog 4. Ausbildungstag Tier-Shiatsu-Therapeutin – Schutz vor Energieraub und viel Praxis am Hund

An diesem regnerischen Tag blieben wir den ganzen Tag in Flaach und durften somit sehr viel Praxis am Hund üben. Dies ist zum Teil eine ziemliche Herausforderung. Ein großer Hund lässt sich schließlich meist nicht einfach von einer Seite auf die andere drehen:-).

Nebst der Praxis gab es dieses Mal auch einen größeren Block Theorie.
Einerseits wurden noch einmal detaillierter die beiden "Erd"-Meridiane Leber- und Gallenblasen-Meridiane besprochen. Gerade beim Arbeiten mit dem Leber-Meridian gibt es einige Dinge zu beachten.
Der Leber-Meridian ist unser Energiespeicher. Hilft bei der Entgiftung ist aber auch mit sehr großen Emotionen wie z.B. Wut verbunden. Ist der Leber-Meridian nicht mehr im Fluss so kann es zu Vergiftungen z.B. durch Medikamente kommen, verkrampfte Muskeln, schnelle Erschöpfung und schlechte Haar- (Behang) und Hufqualität, um nur einige zu nennen. Für ältere Tiere ist dies ein toller Meridian, da es ihnen wieder etwas von ihrer Lebensenergie zurückbringt. 
Der Gallenblasen-Meridian hingegen ist zuständig die Energie zu verteilen und sorgt für einen reibungslosen Fluss derselben. Bei Blockaden des Gallenblasen-Meridians kann es zu Augenproblemen, Sehnen- und Bänderproblemen Kopfschmerzen, Steifheit und Verdauungsproblemen kommen. Bei diesem Meridian ist es wichtig, dass wir damit nicht bei trächtigen Tieren arbeiten, da es ansonsten zu einem Abort kommen kann.

In der Praxis lernten wir noch zwei zusätzliche Shiatsu-Techniken sowie die Möglichkeiten wie wir eine Shiatsu-Behandlung abschließen können.
Wir lernten wie wir mittels dem Abschäumen der Rückkante der Vorhand nervöse Tiere wieder erden und beruhigen können. Oder wie wir mit einfachem Kneten der Rute den Rücken von Hunden/Katzen stärken und somit auch die ganze Wirbelsäule lockern können. Auch eine ganz wunderbare Methode bei Verspannungen.
Neben dem Abstreichen des ganzen Körpers ist eine Qi-Kugel auch sehr schön als Abschluss einer Shiatsu-Behandlung. Hierbei stellt man sich eine Lichtkugel zwischen den Händen vor. Zieht diese allmählich grösser um die Kugel schließlich dem Tier zu übergeben.  

In der Theorie ging es aber auch darum wie wir uns als Therapeuten vor Energie-Raub schützen können und wie wir unseren "Akku" wieder laden können, falls dies doch einmal der Fall sein sollte.
Aber was versteht man eigentlich unter Energie-Raub?
Oft fühlt man sich als Therapeut nach einer Behandlung müde oder ausgelaugt. Dies liegt dann oft vor allem an sogenannten Fremdenergien. D.h. man zieht quasi die schlechte Energie des Patienten in sich.
Dabei kann man sich einerseits vor diesem Energieraub schützen aber andererseits auch stärken. Möglichkeiten die eigene Energie wieder anzureichern gibt es unzählige. Hier sollen nur einige Beispiele genannt werden. Schlussendlich ist jeder ein Individuum und muss seine beste Variante finden. Mir selbst hilft es ungemein Zeit im Stall bei meinen beiden Pferden zu verbringen. Und dabei kann ich mich gut auch einmal nur zu ihnen auf die Weide setzen und beobachten. Oder sogar hinlegen und den Himmel betrachten. Oder auch einfach nur bei einem guten Buch entspannen oder Zeit mit meinen Lieblingsmenschen verbringen.  

Mögliche Schutzmaßnahmen um es gar nicht so weit kommen zu lassen sind zum Beispiel sich vor jeder Behandlung bewusst zu erden. Mir selbst helfen da Aromaöle oder Pomander sehr gut. Oder die Gedanken zu "entmüllen", bewusst herunterzufahren und nicht im Stress eine Behandlung erzwingen zu wollen. Oder auch bewusst die Chakren zu schließen. Hierbei stellt man sich die Chakren als eine geschlossene Blume vor. Oder auch den kleinen Kreislauf an sich selbst machen, hilft ebenfalls. Dies sind nur einige Dinge welche uns vor einer Behandlung stärken können.
Nach der Behandlung ist es wichtig jeweils die Hände zu waschen. Sei dies mit Wasser und Seife oder mit Salz. Umso wieder Fremdenergien loszuwerden. Oder Räuchern. Um hier nur zwei einfache Möglichkeiten zu nennen.  

Am Schluss schauten wir noch die diversen Diagnose-Möglichkeiten an, welche uns zur Verfügung stellen. Wir als Therapeutin dürfen keine Diagnose erstellen, dies darf nur der Tierarzt. Aber um die bestmögliche Therapie zu finden, müssen wir trotzdem für uns selbst eine Diagnose erstellen können. Hierzu stehen uns neben der Palpation (Tas-/Fühldiagnose), dem Bo Shin (Betrachtungsdiagnose) auch diverse Diagnosepunkte entweder auf dem Rücken (Shu-Punkte), am Kronrand (Ting-Punkte) sowie auf dem Körper verteilt (Alarmpunkte) zur Verfügung. Natürlich müssen wir auch immer das Gespräch mit dem Tierbesitzer suchen. Eine noch so kleiner Erwähnung kann schlussendlich hilfreich sein. Je besser diese Auskünfte umso besser können wir unsere Behandlung individuell aufs Tier abstimmen