Emotionale Korrekturen, Testkonzept Erarbeiten oder die Kombination von allem

Das letzte Wochenende beinhaltete noch einmal einen ziemlich großen und, für die Hirnzellen, anstrengenden Theorie-Block am ersten Tag und einen vollen Praxistag am zweiten Tag. Im Theorieteil ging es einerseits um Emotionale Korrekturen und andererseits um das Erstellen eines Testkonzeptes.

Zuerst widmeten wir uns der Emotionalen Korrektur. Eine ganz simple Methode mit welcher man auch bei sich selbst ganz einfach stressige Situationen herunterfahren kann. Hierzu legt man eine Hand auf die Stirn und die andere in den Nacken (beim Pferd ins Genick zwischen den Ohren). Beim Pferd atmet man tief durch und wartet dann bis eine Entspannungsreaktion wie zum Beispiel Schlecken, Kauen oder Gähnen eintritt. Bei uns Menschen formuliert man die Stress-Situation. Danach betrachtet man die Situation von außen, als wäre man nicht zugehörig und "geht" erst dann wieder in sich. Es war an unseren Selbsttests beinahe unheimlich wie sehr unsere Probanden herunterfahren konnten. Die Stirn meiner "Patientin" wurde beim Formulieren der Stress-Situation unglaublich warm. Und auf einer Stress-Skala von 1-10 war sie bei einer 10. Nach dem Betrachten von außen, war es lediglich noch eine 5 und die Stirn wider kühl. Unglaublich!

Nach diesen Selbsttests schauten wir uns die Möglichkeiten der Altersrezession an.  Mittels dem Austesten einer Altersrezession kann man die Herkunft von Traumata oder Blockaden eingrenzen. So findet man zum Beispiel heraus ob es aus der Zeit beim Vorbesitzer noch etwas Belastendes gibt, welches sich lohnt aufzulösen. Dementsprechend kann man danach solchen Traumata entgegenwirken und sie sogar lösen. Sei dies mit Pomander, Aromaölen, Bachblüten etc.  

Dabei kam bei meinem Harley heraus, dass er nach wie vor Sehnsucht nach den Weiten Kanadas hat, er sich aber ansonsten in seinem neuen Zu Hause sehr wohl fühlt und ich ein wichtiger Fixpunkt in seinem Leben bin. Die Sehnsucht nach Kanada wird wohl nie ganz vergehen, aber ich verspreche mein Möglichstes zu tun und zuhören, wenn er etwas benötigt:-).

Manchmal lässt sich ein Trauma oder eine Blockade aber auch nicht zeitlich genau eingrenzen oder ermitteln. Dies ist dann der Fall, wenn das Tier zum Beispiel aus dem Tierheim kommt, oder auch sonst nicht viel über die Vorgeschichte bekannt ist. Dies macht aber nichts. Mit unserer Testmethode lässt sich aber trotzdem ermitteln womit dieses Erlebnis aufgelöst werden kann.  Wir arbeiten hierbei nach unserem Testkonzept in sogenannten Schichten und mit der Hilfe von Mudras. Vier klar definierte Mudras helfen uns die Diagnose einzugrenzen. Dabei heißt es möglichst auf alle Begebenheiten einzugehen. Dies heißt, dass wir manchmal von einem Tierbesitzer auf Grund eines bestimmten Problems gerufen werden. Es soll aber nicht heißen, dass dann dieses Problem für das Tier im Vordergrund steht. So kann es sein, dass uns der Tierbesitzer wegen einem körperlichen Leiden ruft, für das Pferd aber etwas Emotionales im Vordergrund steht. Mittels diesen Schichten arbeiten wir uns quasi vor und lösen so das Eine nach dem Anderen auf und arbeiten ganzheitlich d.h. mit allem Wissen das uns zur Verfügung steht.

Wie sich schlussendlich alles aus der Ausbildung zur Energetischen Pferdetherapeutin und meinen weiteren Ausbildungen kombinieren lässt, möchte ich euch an einem Fallbeispiel aus der Praxis vom Samstag aufzeigen:
Ich durfte bei uns im Stall unsere ältere Tinker Stute Merry das erste Mal behandeln. Merry war sichtlich skeptisch. Man sah es nicht nur der Körperhaltung sondern auch ihrem Blick an. Zusammen mit ihrer Reitbeteiligung erstellten wir eine kurze Anamnese. Die Stute ist immer sehr ruhig im Umgang, wird aber beim Reiten zu einer Rakete. Im Winter hat sie manchmal etwas Kotwasser. Sowie eine Neigung zu Senkrücken und Trageerschöpfung.
Schließlich begann ich, mittels Reitbeteiligung, welche als Surrogat diente, zu testen.  
Als erstes war Körper, Geist und Seele nicht im Gleichklang. Mithilfe von AuraSoma Pomander in Königblau, was ich ebenfalls ausgetestet habe, ließ sich dies aber beheben. Das Königsblau hilft beim Gefühl der Isolation, es bietet Schutz und hilft auf den Erdboden zurück.
Wie wir am Tag vorher gelernt hatten, begann ich danach mit der Schicht-Arbeit. Bei der ersten Schicht zeigte der Test Allergieklopfpunkte an (siehe hierzu auch mein letzter Blog) und dies gerne auch als Hausaufgabe 3 x wöchentlich während 2 Wochen. Nach den Allergieklopfpunkten war aber bereits fertig. Der Test zeigte keine weitere Schicht an.
Weder unsere Ausbilderin noch ich konnten dies richtig glauben. Anhand der Beschreibung der Reitbeteiligung gab es da durchaus noch Punkte zu berücksichtigen. So ließen wir der Stute ein paar Minuten Zeit und ich wechselte zwischenzeitlich bei einer anderen Gruppe die zu behandelnden Pferde aus.
Als ich zurück kam, blickte mir Merry ganz neugierig entgegen. Auch ihr Augenausdruck war in den letzten Minuten viel weicher geworden. So begann ich noch einmal mit dem Testen. Und plötzlich waren die Resultate viel klarer.
In der zweiten Schicht war doch etwas: Der zweite Umlauf mit Meridianen zwei Mal. Danach die Aromaöle Schwarzer Pfeffer (schmerzlindernd, Stoffwechselanregend, bei Verdauungsproblemen, Erschöpfung) sowie Cajeput (gegen Zahnschmerzen, Rheumatismus, Magen-Darmproblemen).  
In der dritten Schicht konnte ich dann noch die drei Schüssler-Salze 3+4+7 austesten. Das Ganze wurde durch eine Massage mit dem Noppenball (ebenfalls ausgetestet) abgeschlossen.

Was zeigt uns nun dieser Fall? Pferde oder Tiere im allgemeinen, benötigen manchmal etwas Zeit und Vertrauen, um sich zu öffnen. Gerade eher introvertierte Tiere können sich nicht immer sofort auf die Tests und die dazugehörenden Behandlungen einlassen. Besonders wenn Körper, Geist und Seele zu Beginn nicht angeschlossen sind, muss man den Tieren Zeit lassen, um sich in der neuen Situation zurecht zu finden. So kann es gut sein, dass schlussendlich, mit kleinen Pausen, eine Behandlung auch einmal 2 Stunden dauern kann. Am Wichtigsten bei jeder Behandlung ist es immer achtsam zu bleiben und auf die Reaktionen der Tiere zu "hören". Pferdeflüstern besteht nicht darin den Pferden etwas zuzuflüstern, sondern vielmehr zuzuhören. Etwas was in der heutigen hektischen Zeit leider immer wieder vergessen geht.