Wie du dein Pferd gegen Fliegen, Kriebelmücken und Zecken natürlich unterstützten kannst

Mit der Weidezeit fängt auch wieder die Zeit der Mücken, Fliegen und Zecken an.  

Ich selbst habe mir bereits vor über einem Monat die erste Zecke abgezwackt (unter zwei paar Socken und der Reithose!). Keine Ahnung wie dieses Misttierchen dort zum Beißen kam. Bemerkt habe ich das kaum stecknadelkopfgroße Tierchen erst in der Badewanne (es war tatsächlich noch so kalt). Tja, dank meiner Öle-Apotheke zu Hause hat sich der rote Bissfleck dann auch innert 24h zurück gebildet.  

Aber nicht nur wir, sondern auch unsere Pferde leiden unter diesen Tierchen.  Gerade Kriebelmücken neigen dazu Euter, Bauchnabel und Narben zu attackieren. Nicht nur weil die Haut dort so dünn ist sondern auch weil dort gemäß TCM meist eine Leere eines Meridians vorliegt. Dazu nachher noch mehr.

Besonders mühsam wird es bei einem Ekzemer. Die von der Kriebelmücke beim Biss ausgestoßen Stoffe, führen bei diesen Pferden zu allergischen Reaktionen (nebst dem bei diesen Pferden oft auch ein Nährstoffmangel vorliegt, aber dieses Thema ist sehr vielschichtig) wodurch sich das Pferd wundscheuert. Die offenen Wunden ziehen dann wiederum andere Parasiten an. Bei Ekzemern hilft dann oft nur noch eine spezielle Decke für den Gang auf die Weide. Immer mehr Pferde reagieren auf diese Parasiten, deshalb erstaunt es auch nicht, dass wir immer öfters mitten im Sommer eingedeckte Pferde auf der Weide stehen sehen. Oft mutet der Anblick mehr einem Alien als einem Pferd...

Nun kann man auch noch die Weidezeit einschränken. Kriebelmücken sind meist in den frühen Morgen und Abendstunden anzutreffen. Nimmt man dann aber noch die Tagesaktivität der Bremsen im Sommer dazu, kann man sein Pferd bald nicht mehr auf die Weide bringen.  

Also was hilft noch?

Ein gutes Stallklima hilft ebenfalls dabei die Viecher zumindest vom Stall fernzuhalten. Bei uns wird regelmäßig gemistet (mehrmals täglich) und im Sommer herrscht im Stall immer leichter Durchzug. Zugluft ist etwas was besonders Fliegen gar nicht mögen. Wir haben dadurch bei uns im Stall praktisch keine Fliegen.

Ich persönlich habe zusätzlich super Erfahrungen gemacht mit Kokosöl gemischt mit natürlichem Lavendelöl. Das Kokosöl kann dazu leicht erwärmt werden um es mit dem Lavendelöl zu mischen. Bitte achte bei beidem auf 100% natürliche Zutaten!  

Mein Harley neigt immer etwas zu Zeckenbefall. Bei ihm hilft es am besten, wenn ich die Mischung auf den Kronrand auftrage. Dann können die Zecken sich gar nicht erst hocharbeiten. Gegen die Fliegen streiche ich einfach seinen Kopf mit der Mischung ein. Er kennt die Prozedur mittlerweile sehr gut und streckt mir vor dem Aufzäumen immer schon von selbst den Kopf entgegen, sobald die ersten störenden Fliegen rumschwirren. 

Bitte unbedingt darauf achten, dass das Pferd danach nicht stundenlang an der prallen Sonne ohne Schattenmöglichkeit steht. Kokosöl bleibt Öl und kann gerade bei Blessen sowie Schimmeln mit auch noch weißer Haut zu bösen Verbrennungen führen!

Zusätzlich spraye ich ihn dann noch mit meinem selbst gemischten, natürlichen Fliegenspray ein. Jedes Pferd hat seinen eigenen Geruch und so hilft meist nur ein individueller Spray (oder eine Chemie-Keule, bin aber einfach kein Fan davon).

Um noch einmal auf Narben (Kastrationsnarbe, Bauchnabel, Brand, etc.) zurückzukommen: Die Leere dort lässt sich sehr gut mit einer energetisch-leitenden Salbe oder Aromaölen entstören, wodurch diese Regionen dann für Kriebelmücken auch nicht mehr so interessant ist.

Wenn du einen individuellen Fliegen-Spray oder Unterstützung bei einer Narbenentstörung brauchst, dann melde dich bei mir. Im Rahmen einer energetischen Therapie lässt sich die ideale Kombination austesten.



Bild: Hohes Gras ist ein idealer Ort für Zecken. Entgegen von früheren Annahmen, lassen sich die Tierchen nicht von Bäumen fallen, sondern lassen sich beim Vorbeigehen gerne "abstreifen".